agro art - Claus Weber

Foto Kesselhakenmuseum
Kesselhaken Portriat Hermann Otto von Schleifras wappen derer von Schleifras

Kesselhakenmuseum

Ein Museum für den Kesselhaken, ein außer­gewöhnliches Gerät ?
In Erinnerung an das Wappen­symbol eines Großen des Dorfes Reichlos.

Das Kesselhakenmuseum ist einem verzweigten Umweg zu verdanken. Bei der Recherche über einen Großen, der in dem winzigen Dörfchen Reichlos im Jahr 1650 geboren wurde: Hermann Otto von Schleifras. Er hat als Fürstabt Adalbert von Schleifras zwischen 1700 und 1714 Fulda zur Barockstadt gemacht. Er ist der Bauherr des Fuldaer Domes, der fürstlichen Residenz, und seine zahlreichen Bauwerke sind noch heute an vielen Orten des Fuldaer Landes zu bewundern.
Das Adelsgeschlecht derer von Schleifras war für über 2 Jahrhunderte in Reichlos ansässig in einem kleinen Wasserschloss eines künstlich angelegten Teiches.
Im Wappen derer von Schleifras befindet sich ein stilisierter Kesselhaken.

In der dem Schleifras-Wappen gewidmeten Ausstellung mit über einhundert Exponaten wird deutlich, wie wichtig der Kesselhaken über viele Jahrhunderte gewesen ist.
Der Kesselhaken war – als höhenverstellbarer Kesselhalter über die offene Feuerstelle gehängt - ein hohes Symbol im Zentrum eines Hauses. Er war der private und der rechtliche Hausmittelpunkt. Er spielte eine große Rolle in der Volksmedizin, im Wetterzauber, und er hatte stets eine hohe kultische Bedeutung.
Alle Exponate sind handgeschmiedet als Unikate erschaffen. Vom schlichten Haken mit höhenverstellbarer Kette bis hin zum ornamentüberladenen Zierobjekt als wertvolles Hochzeitsgeschenk.
In der Ausstellung befinden sich noch zahlreiche weitere Geräte, die mit dem Feuer, dem Herd, der Küche in Beziehung stehen: Kessel, Pfannen und Pfannenhalter, Töpfe, Blasrohre, Feuerstülpen …

Namenspalette für Kesselhaken

Althochdeutsch: Hahla, Hahila
Mittelneudeutsch: Hále

Hel
Hal
Hahel
Haol
Heil
Hol
Hale
Haeli
Haleisen
Hengelo
Kesselhai
Sägehal
Topfhaken
Kaminsäge
Kesselsäge
Kaminkette
Feuerhal
Feuerhoal